Donnerstag, 6. Mai 2021

Gala: Wolfgang Joop: "Bei uns gibt es jeden Tag Kaffee und Kuchen"


Als Designer setzt er auf elegante, aufwändige Mode, als Privatmann darf es bei Wolfgang Joop auch ganz einfach sein. In GALA (Heft 19/2021, ab heute im Handel) zeigt der 76-Jährige seinen Park-Garten in Potsdam und erzählt: "Oft wechsle ich auf der Terrasse nur schnell die Schuhe, am liebsten geht's in meine Gummi-Clogs, die ich für drei Euro auf dem Potsdamer Markt gekauft habe."

Auch Gartengeräte sind ihm nicht wichtig: "Ich greife eher in den Besteckkasten als in den Geräteschuppen unserer beiden Gärtner. Es tut auch ein großer Löffel oder eine Fleischgabel."

Der Garten von Gut Bornstedt ist ein Vermächtnis seiner Großtante Ulla - sogar seine Geschäftstermine lässt Joop hier inzwischen stattfinden. "Da werden dann alle gezwungen, Torte zu essen - es gibt bei uns jeden Tag Kaffee und Kuchen. Nachmittags gegen 16 Uhr."

Foto (c): GALA, Gruner + Jahr

Mittwoch, 5. Mai 2021

Wie entsteht ein Strickmantel bei Marc Cain mit 1.600 Fransen?


Seit 1976 wird bei Marc Cain am deutschen Firmensitz in Bodelshausen gestrickt. Bereits in den 1970er Jahren investierte Marc Cain in elektronisch gesteuerte Strickmaschinen und gehört damit zu den Pionieren in diesem Bereich. Inzwischen zählt der Marc Cain Strickpark zu den innovativsten in Europa. In diesen Tagen läuft ein ganz besonderes Strick-Highlight über die Maschinen: mit 160 Minuten Produktionszeit und mit durchschnittlich 1.600 Fransen ist der Strickmantel eines der aufwändigsten Kollektionsteile in der Saison Herbst/Winter 2021.

In den hochmodernen 2.000 qm großen Produktionsräumen werden aktuell 515.000 Kollektionsteile im Jahr auf 107 Strickmaschinen hergestellt. Dazu gehören 100 Flach- und 7 Rundstrickmaschinen. Auf einer dieser Maschinen läuft aktuell ein Maxi-Strickmantel mit Fransen. Was zunächst nach der gewohnten Entstehung einer gestrickten Jacke aussieht, entpuppt sich bei genauerem Betrachten als eine technische Meisterleistung. Bei Marc Cain spricht man hier von einem "KnIT Piece", damit sind aufwendig gestrickte Artikel gemeint, die modisch absolut im Trend liegen.

Jeder Strickmantel kommt mit durchschnittlich 1.600 Fransen aus der Maschine. Sie schenken dem Mantel die besondere Optik. Die Fransen werden alle bereits komplett in der Maschine eingestrickt. Dabei werden im Nadelbett maschinell Schlaufen eingelegt, die dann anschließend abgestrickt und fixiert werden - jede Franse einzeln. Aber schon vor dem eigentlichen Stricken auf der Maschine wird das Garn, das aus drei verschiedenen Qualitäten besteht, auf der eigenen Zwirnmaschine verzwirnt. So entsteht die spezielle Kordeloptik der Fransen. Das Strickprogramm zur Herstellung des Mantels wurde von Marc Cain Technikern eigens entwickelt.

Der Fransenmantel ist aus 45% hochwertiger Wolle, 30% weicher Alpakawolle und 25% Polyamid zur Stabilisierung der Naturfasern. Die Schafswolle ist "mulesing free" und wird von Merinoschafen aus Neuseeland gewonnen. Das Garn kommt von italienischen Produzenten und wird in Bodelshausen gestrickt, ausgerüstet und anschließend in europäischen Partnerbetrieben konfektioniert. Daher kann der Mantel das Qualitätslabel "100% Knitted in Germany" tragen. Während für einen Pullover zwischen 45 und 90 Minuten Produktionszeit eingerechnet werden, benötigt der Fransenmantel 160 Minuten. Ein Indiz für die aufwändige Strickart und Herstellung.

"Unser Fransenmantel ist ein sehr gutes Beispiel für unsere hohe Strickkompetenz und "100% Knitted in Germany". Ursprünglich war der Mantel als ein reines Show-Teil für unseren Fashion Film zur Saison Herbst/Winter 2021 gedacht. Aufgrund der großen Nachfrage von unseren Endverbrauchern haben wir entschieden, den Mantel mit in die Kollektion aufzunehmen", berichtet Sonja Balodis, Geschäftsführerin Design, technische Entwicklung, Fertigung, Beschaffung & Marketing. "Dies ist nur möglich mit einer Produktion direkt am Standort Bodelshausen, mit der wir so flexibel auf die Begehrlichkeiten am Markt reagieren können."

Foto (c): Marc Cain GmbH/D!vision Marvin Lang

Dienstag, 4. Mai 2021

Befeni greift die FastFashion-Industrie an


FashionTech-Unternehmen Befeni greift die FastFashion-Industrie an - mit Maßmode aus nachhaltiger Produktion! Sickle Towers aus Ulm ist dabei.

"Nachhaltige Mode durch hochautomatisierte Just-in-time-Produktion auf Kundenwunsch", das ist das Credo der Befeni Gruppe mit Sitz in Langenfeld (NRW) und Bangkok (Thailand). Mit über 200 Mitarbeiter*innen und rund 200.000 verkauften Maßhemden und -blusen ist Befeni eines der weltweit führenden FashionTech-Unternehmen und bietet innerhalb kürzester Zeit individuell gestaltete und auf persönlichen Kundenwunsch gefertigte Maßmode in hoher Qualität an.

Durch den bewussten Verzicht auf Zwischenhändler setzt Befeni auf eine globale Wertschöpfungskette und ist in der Lage, Mode aus fairer hauseigener Produktion zu herausragenden Konditionen anbieten zu können und darüber hinaus die Mitarbeiter*innen in Bangkok überdurchschnittlich gut zu bezahlen. Der Verkauf von Befeni-Produkten erfolgt ausschließlich durch qualifizierte Modeberater*innen im Direktvertrieb.

Dieses Konzept hat auch die zwei Freunde Thomas Pulter und Maximilian Strauß aus Staig bei Ulm überzeugt. Nach der entsprechenden Ausbildung haben sie ihrem gemeinsamen Unternehmen "Sickle Towers" das Moderessort "Stil auf Maß" hinzugefügt und sind als selbständige Partner von Befeni in der Region Ulm unterwegs, um bei ihren Kunden maßzunehmen und gemeinsam Hemden und Blusen von klassisch bis extravagant zu kreieren. "Derzeit wird, natürlich Corona-konform, vorwiegend in häuslicher Umgebung oder im Büro ausgemessen und beraten", sagt Thomas Pulter, "nach der Pandemielage ist aber schnellstmöglich auch ein Messpunkt, sprich ein kleines Ladenlokal, mit weiteren Befeni-Beratern in der Umgebung geplant. Allerdings werden wir die wachsende Nachfrage vor Ort nicht mit den bestehenden Partnern bedienen können. Wer also ein zweites Standbein für zusätzliche Einkünfte sucht und sich von uns zum Befeni-Modepartner ausbilden lassen möchte, darf sich gerne bei uns melden. "

Dass immer mehr Menschen nachhaltige Mode auf Maß favorisieren, haben die beiden schnell gespürt. "Im Gegensatz zur FastFashion-Industrie produziert Befeni auftragsbezogen - einen Überschuss, der entsorgt und verbrannt werden muss, gibt es bei uns nicht. Stoffreste werden anderweitig genutzt und Verpackungsmaterial teilweise wieder verwendet - das gefällt nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden. Zumal ein Hemd oder eine Bluse auf Maß nicht mit Konfektionsware vergleichbar ist, es passt eben", so Maximilian Strauß.

Sind die passenden Maße genommen und die Kleidungsstücke designt, wird die bestellte Ware nach drei bis vier Wochen Produktionszeit von den Modepartnern ausgeliefert. Hochwertige Accessoires und Basics runden ihr Sortiment ab und können im eigenen Onlineshop jederzeit bestellt werden. Die persönlich genommenen Maße der Kunden sind dort hinterlegt, was das selbständige Konfigurieren und Nachbestellen weiterer Maßmode ermöglicht und man ist aufgrund der wechselnden Saisonstoffe immer in den neuesten Trendfarben gekleidet.

Foto (c): Befeni/Pulter & Strauß Marketing

Freitag, 30. April 2021

Lena Hoschek eröffnet neuen Wiener Flagship Store


„Goodbye Goldschmiedgasse“ heißt es nun, fünf Jahre nachdem die Designerin im April 2016 dort ihren ersten Wiener Flagship Store eröffnete und den 1. Bezirk so um ein außergewöhnliches Shoppingerlebnis reicher machte. In bester Innenstadtlage öffnet Lena Hoschek am 3. Mai die Pforten zu ihrem neuen Store in der Seilergasse 16.

Betritt man den lichtdurchfluteten Eingangsbereich des Ladens, fühlt man sich sofort an den Glanz des alten Hollywoods erinnert. Wie man es bereits aus den Stores in Graz & Kitzbühel, sowie dem Atelier im 12. Wiener Bezirk kennt, ist jede Ecke des zweistöckigen Geschäftslokals mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. So zieren opulente Tapeten mit Granatapfel-Motiven die Wände und werden von spektakulären Palmen-Lampen nach originalen Entwürfen aus den 70er Jahren geschmückt. Ihr Händchen für extravagantes Interieur Design wird unter anderem auch durch speziell maßangefertigte Designerstücke sichtbar, die die Kleidermacherin eigens für den Store anfertigen ließ. So findet eine eigens entworfene Kassentheke aus Vintage-Originalholz sowie viele andere Vintageschätze nun ihren Platz auf einem in warmem Altrosa gehaltenen Teppichboden. Für einen besonders coolen Vibe sorgt die Lieblingsmusik der Designerin, welche aus originalen Vintage-Radios von Supersonic strömt und zum Verweilen einlädt.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir unsere KundInnen auch während der Geschäftsschließungen online bestens bedienen konnten. Dennoch finde ich es enorm wichtig, dass eine Stadt weiterhin lebt und dass schöne und gut sortierte Geschäfte abseits des Mainstreams erhalten bleiben. Meinen KundInnen ein unvergessliches Einkaufserlebnis mit fachkundiger und persönlicher Beratung zu bieten, steht für mich dabei an oberster Stelle. In unseren Stores schaffen wir eine Welt, in der man für einen Moment vollkommen abtauchen kann."

Außerdem befindet sich der Store in bester Gesellschaft – erst vor wenigen Monaten zog Lena Hoscheks Little People Concept Store „Bunny Bogart“ in die Spiegelgasse 12 und somit in die direkte Nachbarschaft. Seither gilt er als Lieblingsstore aller Mütter und Väter.

Der Lena Hoschek Store in der Goldschmiedgasse wurde demnach im Rahmen der Neueröffnung geschlossen.

Foto (c): AANOIR - Robert Weinzettl

Donnerstag, 29. April 2021

BIRKENSTOCK investiert zusätzliche Mittel

Mit diesen außerplanmäßigen Investitionen bei der Components GmbH im sächsischen Bernstadt schafft das Unternehmen zusätzliche Rahmenbedingungen für seinen starken Wachstumskurs: Sie fließen unter anderem in die Neugestaltung der Sozialräume für die rund 800 Beschäftigten am Standort und die Schaffung moderner Büroarbeitsplätze direkt über dem chemischen Zentrallabor, das - mit Investitionen von rund 4 Mio. Euro errichtet - im Februar 2020 seinen Betrieb aufnahm. Bereits Anfang des Jahres hat BIRKENSTOCK seine Kapazitäten am Standort aufgestockt und eine Million Euro in eine zusätzliche Lederproduktionslinie investiert. Wegen der weltweit weiter dynamisch wachsenden Nachfrage nach BIRKENSTOCK Produkten produziert das Werk derzeit arbeitstäglich über 100.000 Paar Schäfte - so viel wie nie zuvor in der Geschichte des Produktionsstandorts.

In einem herausfordernden wirtschaftlichen Kontext hat BIRKENSTOCK im vergangenen Jahr seine Position als größter Produktionsbetrieb und größter privater Arbeitgeber des Südkreises Görlitz weiter ausgebaut. "Wir wissen um unsere Verantwortung als wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region. Mit den Investitionen werten wir nicht nur unseren Produktionsstandort noch weiter auf, sondern vertiefen auch unseren Fußabdruck in der Region", sagt BIRKENSTOCK CEO Oliver Reichert. "Mit der Modernisierung des Sozialbaus setzen wir ein Zeichen, dass uns die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten am Standort am Herzen liegen. Gleichzeitig sind die Investitionen ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland."

Dem Standort Bernstadt kommt eine besondere Rolle innerhalb des Standortverbunds zu, da sich die Fertigung der dort hergestellten Schäfte und Schnallen ("Components") sehr stark von der Bettungsproduktion und der Endmontage unterscheidet. Während die Bettungen den Tragekomfort beeinflussen, prägen die in Bernstadt hergestellten Uppers und Schnallen über Materialien, Farben und Verarbeitung ganz wesentlich den Stil der BIRKENSTOCK Produkte. Damit hat das Werk in Bernstadt die stärkste Rückkopplung an die Märkte. Getragen von den Designer-Kooperationen (bspw. Valentino, Proenza Schouler, Rick Owens) haben sich die Anforderungen an die Fertigung in diesem Bereich in den letzten Jahren stark verändert.

Wie alle Produktionsstandorte der BIRKENSTOCK Group profitiert auch das Werk in Bernstadt von der weltweit weiter stark wachsenden Nachfrage nach BIRKENSTOCK Produkten. So hat die hier ansässige Birkenstock Components GmbH ihre Mitarbeiterzahl seit 2015 nahezu verdreifacht. Knapp 800 Beschäftigte arbeiten derzeit am Standort.

Donnerstag, 22. April 2021

Lieferkettengesetz als Fundament für sichere Textilfabriken

Am 24. April 2013 kamen über 1.100 Menschen beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ums Leben, über 2.000 Menschen wurden verletzt. Der Gebäudeeinsturz gilt als schwerste Katastrophe der Textilindustrie. “Rana Plaza darf sich nie wieder wiederholen. Mit einem Lieferkettengesetz würde ein Fundament für sichere Textilfabriken geschaffen werden.”, erklärt Bettina Rosenberger Koordinatorin der zivilgesellschaftlichen Kampagne “Menschenrechte brauchen Gesetze!”. Mit einer aufgebauten Mauer, auf der “Nie wieder Rana Plaza! - Menschenrechte brauchen Gesetze!” steht, macht die Kampagne vor einer Filiale von ZARA auf den Jahrestag der Katastrophe aufmerksam. Inditex, der Mutterkonzern von ZARA, ließ in der Textilfabrik produzieren. “Die Bausteine für ein effektives Lieferkettengesetz bestehen aus einer zivilrechtlichen Haftung sowie menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten. Zudem muss ein Lieferkettengesetz für alle Sektoren gelten und die gesamte Lieferkette abdecken.”, betont Rosenberger.

Im Fall des Rana Plaza Desasters vergingen fast zwei Jahre, bis die Familien der Opfer Entschädigungen aus einem Fonds erhielten, der sich aus freiwilligen Beiträgen der in die Katastrophe involvierten globalen Textilkonzerne speist. Die vom Fonds ausgezahlten Entschädigungsbeträge waren äußerst gering: Die hinterbliebenen Familien der Todesopfer erhielten knapp 10.000 Euro. Überlebende der Katastrophe, die aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen arbeitsunfähig wurden, bekamen etwa 1.800 Euro. Dies reichte – wenn überhaupt – gerade dazu, um ihre direkten medizinischen Behandlungskosten zu decken. Nur mittels einer zivilrechtlichen Haftung kann gewährt werden, dass Betroffene auch entschädigt werden. Reine Strafzahlungen gehen an den Staat und stellen keine Abhilfe für Betroffene dar. Eine solche zivilrechtliche Haftung fehlt auch im Entwurf, der von der deutschen Regierung vorgelegt wurde. Die Kampagne “Menschenrechte brauchen Gesetze!” startete eine Petition, die sich an die Bundesregierung richtet und die Einführung von verbindlichen Regeln für Unternehmen fordert. “Um das Zeitalter der einstürzenden Textilfabriken zu beenden und sicherzustellen, dass Ausbeutung in der Textilindustrie kein Leiberl hat, braucht es ein Lieferkettengesetz!” so Rosenberger abschließend.

Freitag, 9. April 2021

Film Premiere zum 80. Geburtstag von Vivienne Westwood

Vivienne Westwoods Werdegang ist geprägt von Erfolgen, Konflikten, Unsicherheiten. War sie in den 1970ern eine Ikone des Punk, ist sie mittlerweile erfolgreiche Modedesignerin, Umweltaktivistin und von der Queen geadelt. Anlässlich ihres 80. Geburtstags am 8. April zeigt der „dokFilm“ am Sonntag, dem 11. April 2021, um 23.05 Uhr in ORF 2 die 2019 produzierte Dokumentation „Westwood – Punk. Ikone. Aktivistin.“ Filmemacherin Lorna Tucker erzählt darin die Geschichte einer Kämpferin, die allen Niederlagen zum Trotz ihren Vorstellungen und Idealen treu blieb und als Grande Dame des Punk bis heute Geschichte schreibt. Der über drei Jahre entstandene Film blickt hinter die Kulissen des Modeimperiums, begleitet Vivienne Westwood als Aktivistin für Tier- und Umweltschutz und beleuchtet Schlüsselmomente ihrer Vergangenheit, die sie zu dem machten, was sie ist. Die Designerin selbst, ihre Familie und berühmte Persönlichkeiten, wie Model Kate Moss, kommen darin zu Wort. Ein intimes und inspirierendes Porträt einer wahrhaft britischen Ikone.

Mehr zum Inhalt:

Durch den exklusiven Blick hinter die Kulissen des einzigartigen Modehauses und der dort wirkenden Charaktere ist der Film die noch nie erzählte Geschichte einer Weltikone: Vivienne Westwood – Grande Dame des Punk und Enfant terrible der britischen Modewelt.
Die selbst erklärte Tagträumerin kam aus einfachen Familienverhältnissen im Alter von 17 Jahren nach London, mitten hinein in die Swinging Sixties. Ihr Leben änderte sich abrupt, als sie den „Sex Pistols“-Manager und Impresario Malcolm McLaren traf und ihr gemeinsamer Shop an der Kings Road die Popkultur revolutionierte. In den folgenden 40 Jahren war Vivienne Westwoods Leben von gescheiterten Beziehungen, Rechtsstreitigkeiten, Spott der Presse und finanziellen Problemen geprägt. Doch sie blieb standhaft und wurde zur Kulturikone Großbritanniens und ein weltweites Mode-Phänomen. Eine wichtige Station ihres Lebens ist die Universität für angewandte Kunst in Wien. Westwood verbrachte hier einige Jahre und unterrichtete eine Modeklasse an „der Angewandten“. Mit einem ihrer damaligen Schüler, dem Tiroler Andreas Kronthaler, ist sie mittlerweile seit mehr als 20 Jahren verheiratet.
Heute wird Vivienne Westwood im gleichen Atemzuge wie Gucci, Dior und McQueen genannt – mit dem Unterschied, dass sie nicht nur Namensgeberin ist, sondern ihr Modeimperium sowohl geschäftlich als auch kreativ selbst führt.